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Serie - Das alltagstaugliche Pferd Teil 3 - Die Aufzucht
Geschrieben von: Bettina Viehöfer, Karin Schweiger   

Die Aufzucht im Herdenverband, zum späteren Zeitpunkt geschlechtergetrennt, ist natürlich ideal, weil sie der Entwicklung von Sozialverhalten am meisten Rechnung trägt. Nicht nur das, diese Aufzucht entspricht auch dem natürlichen Umfeld für das Herdentier Pferd.
Fohlen, die ohne Herde aufwachsen müssen, sind zunächst im Nachteil. Sie erfahren allerdings wohl eine deutlichere Prägung durch den Menschen.

Nun kann sich nicht jeder so viele Pferde leisten, dass eine Aufzuchtherde entsteht. Deshalb gibt es Betriebe, die sich mit der Aufzucht fremder Fohlen befassen. Eure Erfahrungen damit und dazu?

Was ist von den Billigbetrieben zu halten, bei denen die Fohlen zwar in Herden aufwachsen, aber schon aus Kostengründen kaum angefasst werden, keinen Schmied, keine Impfung und keine Wurmkur sehen? Kann man kompensieren, indem man sich selbst darum kümmert – oder ist das schöne Illusion?

Was ist von der Idee einer Interessengemeinschaft aus kleinen Züchtern zu halten, die ihre Youngster in Eigenregie zusammen aufziehen?

Darf man die natürlichen Bedürfnisse des Pferdes zugunsten einer frühen Prägung auf den Menschen vernachlässigen – ist das ethisch vertretbar?

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