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Serie - Das alltagstaugliche Pferd Teil 6 – Im Gelände
Geschrieben von: Karin Schweiger   

Gleichgültig, in welcher Disziplin ich mich mit meinem Pferd später einmal tummeln möchte, jedes Pferd gehört – zumindest gelegentlich zur Entspannung – ins Gelände. Bis aber das Geländereiten für Pferd und Reiter Entspannung ist, muss einiges getan werden.

Wie und ab wann man das Geländetraining des jungen Pferdes in Angriff nimmt, hängt sehr stark von der vorhandenen Umgebung ab. Befindet sich mein Stall direkt an Wald- und Wiesenwegen, so werde ich sicher bald mit dem jungen Pferd hinaus können. Lebt mein Pferd aber an einer stark befahrenen Straße oder muss ich erst durch die ganze Ortschaft, um Wege zu erreichen, die die Bezeichnung „Gelände“ verdienen, so muss der erste Ausritt wohl noch ein bisschen warten.

Viele erfahrene Ausbilder, vor allem im Vielseitigkeitsbereich, schwören darauf, das Pferd schon ganz zu Beginn der Ausbildung mit einem sicheren Führpferd ins Gelände zu reiten. Andere dagegen wollen zunächst abwarten, bis das Pferd die Grundbegriffe der Hilfengebung verstanden hat, also bis der Reiter auch wirklich einen gewissen Einfluss auf das Pferd hat. Wie haltet Ihr das?

Dem Geländetraining oder auch dem Reiten auf unterschiedlichen Böden messen viele Ausbilder große Bedeutung bei. Das Pferd soll dadurch aufmerksam werden und nicht so häufig stolpern. Wieder andere haben die Erfahrung gemacht, dass es eben nachlässige Pferde gibt, die auch nach Jahren regelmäßiger Geländeritte immer noch stolpernd durch die Gegend „daseln“. Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Gibt es Wege, einem schlampigen „Hans-guck-in-die-Luft“ das Stolpern abzugewöhnen?

Ein großes Streitthema ist in vielen Ställen auch die Frage, wie man mit der Angst des Pferdes vor neuen Dingen umgeht. Die einen schwören aufs Absitzen, Beruhigen und Vorbeiführen – die anderen fürchten, ein Pferd damit zu verziehen oder am Image des Alpha-Tieres zu kratzen, und wollen die Passage um jeden Preis im Sattel meistern. Wer hat Recht?

Hat das junge Pferd seine Bewährungsprobe im Gelände bestanden und lässt sich problemlos hinter dem Führpferd überall hinreiten, auch mal an Neuem oder an lärmenden landwirtschaftlichen Maschinen vorbei – dann ist der Zeitpunkt gekommen, wo es auf sich allen gestellt die weite Welt da draußen meistern muss. Wie haltet Ihr es zu diesem Zeitpunkt? Gleich allein vom Stall wegreiten? Irgendwo unterwegs sich vom Führpferd trennen? Was tut Ihr, wenn Probleme auftreten?

Hier gehts zur Diskusion!

 
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