| Maricka 066A |
| Geschrieben von: Sabine Bröckel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Familie der Maricka O66A Die braune 1,60 m große Maricka v. Saldo, aus der Marietta von Meerteufel und der Manilla von Humanist wurde 1943 geboren und erhielt anlässlich ihrer Eintragung durchweg die Note 3, erhielt allerdings 1952, anlässlich der Schau in Euskirchen den II. Preis und gebar von 5 Fohlen vier lebend, wovon drei der Fohlen Stuten waren, von denen wiederum zwei der Zucht zugeführt wurden. Dies waren die 1952 geborene Monika und die 1954 geborene Monrey, beide von Intermezzo. Maricka wurde nur 13 Jahre alt und verblutete 1956 bei der Geburt ihres letzten Fohlens. Monrey war aus der Sicht der Eintragungskommission die bessere der beiden Schwestern, denn ihre Noten waren 1,2,2/2,2, aber in zehn Zuchtjahren gebar sie nur ein Hengstfohlen und vier Stuten, die jedoch züchterisch keine Erwähnung fanden. Monika brachte in 19 Zuchtjahren 10 Fohlen, davon vier Hengste, von denen der 1964 geborene Hessel von Hessenstein gekört wurde und die niederländische Zucht bereicherte. Von ihren sechs Töchter wurden jedoch fünf für die Trakehner Zucht eingetragen. Es waren dies: im Jahr 1957 Mondfahrt v. Kobalt, 1959 Maya III von Reinald xx, die spätere Mutter des Dillenburger Landbeschälers Mandant, Monaco von Sterndeuter, geboren 1963, Mondäne v. Helianthus von 1968. Im Jahr 1969 fohlte Monika Zwillinge von Donauwind. Maike war eines der Zwillingsfohlen und entwickelte sich sehr gut, erreichte ein Stockmaß von 1,56 m und wurde aufgrund ihrer züchterischen Leistungen zur Elitestute ernannt. Monika wurde 1974 aus der Zucht genommen. Ihre erste Tochter Mondfahrt v. Kobalt gebar drei Hengst – und acht Stutfohlen von denen sechs Einfluss auf die Trakehner Zucht nehmen konnten. Maritta, Mondschein und Monrovia, 1961, 1964 und 1965 geboren, hatten alle den gleichen Vater – Pelion v. Altan. Mondschein und Monrovia vertraten die Familie zusammen mit ihrer Schwester Monte Christi von Irian an der Landesschau 1970 im rheinischen Enzen, wo Monte Christi den 1 c-Preis erhielt. Sie wurde am 25.10. 1966 geboren und zählte, wie ihre in den Jahren 1970 und 71 im November geborenen Schwestern Mondlicht und Mondfee II von Primo, zum nächsten Jahrgang. Mondlicht war ebenfalls Ausstellungsstute. Primo hatte sich in Anpaarung an die Stuten der Familie der Maricka bewährt und so waren auch Monte Christis Töchter von dem Schimmelhengst – Mara VII, aus 1973, Monja aus 1975 und Monte Katarina aus 1976. Von den drei Schwestern war Monja diejenige, die im Sport 390 DM verdiente, nachdem sie erfolgreich in Springprüfungen der Klasse L vorgestellt werden konnten. Maritta, der ältesten der Pelion-Schwestern aus der Mondfahrt waren nur 5 Lebensjahre gegönnt, denn sie starb 1966. Aus zwei Zuchtjahren hinterließ sie zwei Töchter, die 1965 geborene Moni von Reichsfürst und die ein Jahr später zur Welt gekommene Marille II von Irian. Beide Töchter der Maritta erhielten die Bewertung 3,3,3/3,3, wobei Moni mit 1,61 m ihre Schwester um drei Zentimeter überragte. Marille II gebar 1974 ihr einziges Fohlen, eine Stute vom Journalist, die später unter dem Namen Mendy eingetragen wurde. Moni hingegen gebar in 14 Zuchtjahren zehn Fohlen, die meisten davon in Anpaarung an den Hengst Sternglanz. Maron 6, Marc Aurel 19 und Mandarin 45 konnten in Reitpferde-, Dressur- und Springprüfungen auf A-Niveau Schleifen erringen, mit Abstand aber der erfolgreichste Nachkomme der Moni war Mondego 6 von Schwarzdorn mit 3734 DM Lebensgewinnsumme, die er in A-Dressuren und L-Springen gewann. Maja VI, geboren 1973, Moldau II, geboren 1978, Melodie XI, geboren 1979 und Marika III geboren 1982 waren die vier Töchter aus der Anpaarung der Moni an den Hengst Sternglanz. Von Amateur I gedeckt, gebar Maja VI 1977 ihre Tochter Masuren IV, die jedoch aufgrund ihrer Eintragungsnoten mit dem Durchschnitt 5,6 nur ins Stutbuch eingetragen wurde. Marika III gebar 1986 von Timber die Stute Mona und diese wurde in Anpaarung an St. Cloud die Mutter von Mandala – Inas Herta Koslowski. Mondfee II, ebenfalls eine Tochter der Mondfahrt in der bewährten Anpaarung an Primo wurde mit Tausendsassa gedeckt und brachte 1976 ihre Tochter Mondnacht zur Welt. 1981 und 1983 fohlte sie von Karwendelstein und 1985 von Turnus. Der 1981 geborene Monsun und der 1985 geborene Maurice konnten rund 1000 DM in Dressurprüfungen gewinnen. Monsuns Schwester Mona Lisa 64 platzierte sich in A-Dressuren. Mondfee II hatte in fünf Zuchtjahren fünf Fohlen und ihre beiden Töchter wurden wieder der Zucht zugeführt. Mit Pelion brachte Mondfahrt ihre Tochter Mondschein und diese brachte mit Lockruf II die 1971 geborene Mondfee III. Ihr Sohn Montreal von Karwendelstein knüpfte an die Familientradition an und gewann in Dressur und Springen bis L 1788 DM. Mondschein erhielt 1971 in Bad Segeberg anlässlich der Landesschau Schleswig-Holstein den I g-Preis. Noch einmal aus der Anpaarung Pelion x Mondfahrt stammte Monrovia, die von sieben Stutfohlen, die sie gebar, fünf in die Zucht schickte. 1969 und 1970 wurden von Irian Marcella II und Monte Rose geboren, 1973 von Primo die Schimmelstute Moyo. Aus der Moyo von Memelruf wurde 1984 die Stute Melisse II geboren, die dann in Anpaarung und Inzucht auf die Stutenfamilie der Maricka mit Mandant bedeckt wurde. Der aus dieser Verbindung 1989 geborene Schimmelhengst Machandel wirkte nur zwei Jahre in Deutschland, hinterließ 9 Töchter und wurde 1993 nach Polen exportiert. Auch wenn er züchterisch nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen durfte, so verbesserte er aber durchweg und fiel mit seiner außerordentlichen Bascule über dem Sprung auf. Monrovias 1977 geborene Tochter Madelaine war von Lattich und Meika von Cesar kam 1980 zur Welt. Drei Jahre später wurde Monrovia aus der Zucht genommen. Sie wurde durchweg mir Zweien benotet und erhielt 1970, 5-jährig, den II d-Preis an der rheinischen Landesschau in Enzen. Monrovias erste Tochter, Marcella II, wurde anlässlich der Stuteneintragung von der Kommission nicht sehr hoch bewertet – 3,4,3/2,4 erhielt sie von G. Hoogen. 10-jährig wurden die beiden Vierer in Dreien umgewandelt und dass die Stute züchterisch alle Erwartungen erfüllte lag nicht nur daran, dass sie in 15 Zuchtjahren 15 Fohlen gebar, sondern auch an ihren sport- und zuchterfolgreichen Kindern. Von Herbstglanz bekam Marcella von 1978 bis 1982 fünf Fohlen. Die drei Wallache Montezuma 2, Marwald 1 und Mexicaner unterstrichen die sportliche Vererbung der Mutter mit Erfolgen in Dressur und Springen, wobei Mexicaner doppelbegabt bis zur Klasse L fast 3000 Mark gewinnen konnte. Manuela III und Mohrle, die beiden Töchter von Herbstglanz wurden der Zucht zugeführt. Marcellas Schwester Monte Rose erhielt die Bewertung 3,2,2/3,3 und wurde von Herrn Hoogen damit erst einmal besser eingetragen als Marcella, doch Monte Rose schickte mit einer Tochter, der Maspalomas von Flaneur, geboren 1976, nur eine Stute in die Zucht, die jedoch auch sportlich überzeugen konnte, denn auch sie war in L-Dressuren erfolgreich. Auch wenn Marcella züchterisch mit ihren zahlreichen erfolgreichen Nachkommen zu beeindrucken wusste, so setzte sich Monte Rose mit Mon petit 6 von Primo ein Denkmal, denn er erreichte eine Lebensgewinnsumme von fast 3000 DM und konnte dabei auch S-Dressur Erfolge verbuchen Monikas Tochter Maya III vom Vollblüter Reinald konnte als doppelte Hengstmutter züchterische Bedeutung gewinnen. Auch sie war mit 1,57 m kein sehr großes Pferd. Ihre Eintragungsnoten waren 2,3,2/2,3. Sie gebar in 13 Zuchtjahren sechs Hengst – und vier Stutfohlen. 1964 gebar sie von Thor den späteren Dillenburger Landbeschäler Mandant, der leider in seinem großen züchterischen Wert erst spät von der Trakehner Zucht erkannt wurde und so vor allem für die Hessische Landeszucht mit harten und leistungsbereiten Sportpferden für sich Werbung machte. Sein 1968 geborener Bruder Mustafa v. Harfner war ebenfalls mehr für die Hessen als für die Trakehner tätig und hinterließ seinem Heimatverband auch nur eine eingetragene Tochter. Von Herbststurm gebar Maya drei Fohlen - im Januar 1974 Mon Amour 5, der 5415 DM in Dressuren bis M und in A-Springen gewinnen konnte, im November des gleichen Jahres die Stute Mona Lisa III und drei Jahre zuvor 1971, kam der dritte Herbststurm-Nachkomme aus der Maya zur Welt, die Stute Mariza II. Danach wurde sie mit Schwarm bedeckt und aus dieser Anpaarung wurde am 01.12 1972 Medea III geboren. Mariza II unterstrich die Qualität ihrer Mutter noch einmal und gebar in Anpaarung an den Hengst Insterruf den später gekörten Marius. Aber auch die gelegten Söhne, welche der Zucht nicht mehr zur Verfügung stehen konnten, wie Monsun von Arsenal, der in Springen- und Dressur bis zur Klasse L fast 1500 DM verdiente oder Masurenklang von Istanbul der in M-Dressuren und A-Springen 3379 DM gewann, konnten beweisen, wie sportlich und züchterisch abgesichert die Stutenfamilie der Maricka ist. Masurenklang hatte ein Vollschwester , Marjella v. Istanbul, 1983 geboren, ebenfalls mit einer Doppelbegabung für Parcours und Viereck gesegnet gewann 2480 DM bis Klasse L und legte die Stutenleistungsprüfung erfolgreich ab. 1974 gebar Mariza II ihre erste Tochter, Murmel von Elfenglanz, die auch in der Dressur ihren Schwerpunkt fand und über 700 DM verdiente. 1979 folgte Mareike IV von Schwalbenfreund, die Halbblutstute Masuria von Swazi xx kam 1986 zur Welt und 1993 wurde von Caprimond die Mariza-Tochter Marietta VIII geboren, womit alle fünf Töchter der Mariza sich für die Zucht empfahlen. Von Ihren 10 Kindern waren vier erfolgreich im Sport und Marius, ihr gekörter Sohn hinterließ der Zucht 42 eingetragene Töchter. Mayas Schwester Monaco von Sterndeuter, ebenfalls aus der Monika, gebar in 10 Zuchtjahren fünf Fohlen, davon drei Stuten, von denen die beiden Primo-Töchter Montona, geboren 1974 und Modena, geboren 1977 in der Zucht blieben. Monaco starb 20-jährig, 1983, bei einem Verkehrsunfall. Mondäne v. Helianthus, aus der Monika wurde 9-jährig, 1977 aus der Zucht verkauft. Für die Zucht stellte sie 1974 Mondlicht II von Karwendelstein. Ein Jahr später wurde Mondlichts Bruder Mister Flenker geboren, der in L-Dressuren erfolgreich vorgestellt werden konnte und wiederum ein Jahr danach gebar Mondäne von Vincent den späteren Wallach Mr. Magister, der die stolze Summe von 1165 DM in Dressur- und Fahrprüfungen der Klassen A und L verdiente. Mondäne wurde wie Mondschein 1971 in Bad Segeberg anlässlich der Landesschau Schleswig-Holstein ausgestellt und erhielt den II a-Preis. Ähnlich erfolgreich in der Zucht wie die doppelte Hengstmutter Maya III, wurde Monikas letzte Tochter Maike von Donauwind. Als Zwilling zur Welt gekommen, erreichte sie trotzdem ein Stockmaß von 1,56 und wurde aufgrund ihrer züchterischen Bedeutung zur Elitestute ernannt. In 17 Zuchtjahren schenkte sie sieben Söhnen und neun Töchtern das Leben und wurde die Mutter der Hengste Morgenstrahl von Tannenberg und Maifeuer von Vincent. Morgenstrahl deckte 9 Jahre. 1978 und 1979 war er als Beschäler in den USA und verdiente in Deutschland 1170 DM in der Dressur und der Vielseitigkeit. Er hinterließ der Zucht vier Töchter und ging 1988 an einer Darmverschlingung ein. Vier Jahre nach Morgenstrahl, im Jahr 1979 kam der zweite Hengstsohn der Maike zur Welt, Maifeuer von Vincent war Reservesieger der HLP, erhielt die Prämie an der Trakehner Bundeshengstschau und wurde als Beschäler von großem und bedeutenden Format beschrieben. Siebenjährig wurde er in die USA verkauft und hinterließ der Zucht in Deutschland trotzdem noch 19 eingetragene Töchter. 1991 wurde der Hengst aufgrund einer Infektionskrankheit getötet. Maiglanz 2, der ein Jahr zuvor geborene Vollbruder von Maifeuer war als Wallach sehr erfolgreich in Dressurprüfungen der Klasse L. Auch Merlin von Habicht lief in L-Dressuren im Geld und seine Vollschwester Mailicht, die 1982 zur Welt kam, bewies, dass der sportliche Erfolg kein Zufall ist, sondern das Ergebnis einer durchdachten Anpaarungsplanung. Alle 9 Töchter der Maike waren in der Trakehner Zucht eingetragen. 1974 wurde Maiblume III von Tannenberg geboren, die Vollschwester zum Hengst Morgenstrahl. 1976 kam Mareike V von Vincent zur Welt. Wie die ein Jahr später geborene Marcia II war auch sie eine Vollschwester zum Hengst Maifeuer. Mareike V wurde durchweg mit der Note sieben bewertet und wurde in Anpaarung mit Wolter 1986 zur Mutter der Prämien- und Staatsprämienstute Manjana IV. Mit den Eintragungsnoten 9,8,8/8,9 und einer mit Erfolg abgelegten Stutenleistungsprüfung schuf die die besten Voraussetzungen um im Jahr 1995 Hengstmutter zu werden. Mataro von Sir Shostakovich, aus der Manjana IV wurde 1997 in Neumünster zum Reservesieger ausgerufen und wechselte in den Dressurstall van Uytert in den Niederlanden. Im Jahr 1983 wurde sie zur Mutter des Prämienhengstes Märchenprinz von Ecuador xx. Leider verletzte sich der vielversprechende Hengst so schwer, dass er die Leistungsprüfung drei- und vierjährig nicht absolvieren konnte. Er blieb bis 1988 in Dänemark und kehrte 1989 nach Deutschland zurück, wo er in Neversfelde bei Veronika von Schöning als Privatbeschäler tätig werden durfte. 1994 ging er an einem Darmverschluß ein, konnte der Zucht aber doch 23 eingetragene Töchter hinterlassen. 1992 wurde Marcia II zur Mutter des später gekörten Hengstes Manrico von Gipsy King. Von Atoll gebar Maike 1984 die Stute Mareile und von Karo As 1985 Mona XIII. 1977 und 78 war der Vater von Maikes Töchtern der Siegerhengst Holunder. Matinee II erhielt die Fohlenprämie und Medea 35 gewann 2750 DM in Springen der Klasse L. 1989 gebar Maike ihre letzte Tochter von Shannon, Mara XIII und schied dann 1990 aus der Zucht aus. Quelle: Trakehnerstutbücher
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