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Das traditionsreiche Gestüt in Schleswig-Holstein erwachte erst Anfang 2005 mit der Übernahme durch Norbert Timm aus einem jahrelangen Dornröschenschlaf. Im Team gehts besser, so die Philosophie des Hausherrn. Heute ist hier unter der Leitung des Niederländers Gerard Geling eine Hengststation untergebracht, parallel dazu unterhält die finnische Dressurmeisterin Terhi Stegars auf dem Gestütsgelände einen Dressurausbildungsstall. Am 25. Februar lud der Vorzeigestall zur Hengstpräsentation. Hier ganz persönliche Eindrücke der trakehnerforum.de-UserinTrakjers.
Den Anfang machten drei Springhengste. Der bunte Camaro v. Le Duc präsentierte sich mit guter zweckmäßiger Galoppade, am Sprung gewohnt sicher. Bei einer Anpaarung würde ich auf ausreichende Trabbewegungen der Stute achten. Als nächstes kam Hirtentanz unter Takashi Haase in die Bahn, der im Springstall Hauke Luther ansässig ist. Eine sehr gute komfortable Galoppade bei guten Trabbewegungen und einem überragenden Springen zeichnen diesen Hengst aus. Besonders auffallend ist der kraftvolle Absprung bei einem schnellen Vorderbein. Gerüchteweise war zu hören, dass Hirtentanz entgegen allen Erwartungen noch zwei Jahre in Deutschland im Deckeinsatz bleibt. Die zwei Monate alte Zauberei, das erste Fohlen des Hirtentanz (Mutter v. Märchenprinz) ließ die Züchterherzen höher schlagen. Ein typvolles Fohlen mit sehr gutem Antritt und großen Partien. Glückwunsch an den Züchter Philipp v. Schöning zu dieser gelungen,e Anpaarung. Sky Dancer zeigte sich in einem ansprechenden Springbild. Der Hengst hat im Laufe der Jahre mehr Rahmen entwickelt. Mit Elfenstein lieferte Hohenstein wieder einen repräsentativen Nachkommen. Elfenstein gefiel durch sehr gute Grundgangarten und sein ausgeglichenes Interieur. Ein Vererber, von dem noch einiges zu erwarten ist. Latimer schickte seinen 5-jährigen Sohn Finkenstein auf das Parkett. Ansprechend, in dunkler Jacke präsentierte sich dieser junge Hengst, den so schnell nichts aus der Ruhe zu bringen schien. An der Hand von Gerard Geling betrat nun der 19 Jahre alte, vitale Hengst Long Deal die Halle, mit seinen zahlreichen Erfolgen im Springsport schon eine Ausnahmepersönlichkeit. Ich hoffe, dass diesem interessant gezogenen Hengst noch einige Stuten zugeführt werden, um dieses leistungsorientierte Blut in der Zucht zu sichern. An der Doppellonge geführt von Marco Hildebrandt, betrat Armani v. Axis / Marduc die Halle. Armani ist ein leichter Hengst, der sicher noch an Hengstausdruck dazu gewinnen wird. Er ist mit einer guten Trabmechanik ausgestattet. Gut präsentierte sich auch Sambatänzer im typischen Münchhausen-Outfit. Unerschütterlich im Takt, bei sehr gutem Antritt. Wenig konnten wir von dem Hengst Payano sehen, da er nur an der Hand zu sehen war. Bei den anzupaarenden Stuten sollte unbedingt auf sichere Typvererbung geachtet werden. Ein Highlight des Nachmittags war die Präsentation des Perechlest an der Doppellonge. Mit diskreter Hilfengebung des Longenführers Marco Hildebrand tanzte Perechlest durch die Halle. Piaffe, Passage stellten keinerlei Probleme dar! Der typstarke Perechlest löste durch sein konzentriertes Mitarbeiten immer wieder Zwischenbeifallsbekundungen aus. Für einen Höhepunkt unter dem Reiter sorgte Axis v. Sixtus unter dem Sattel von Markus Waterhus. Ganggewaltig, rittig und typstark präsentierte er sich in vielbegehrter dunkler Jacke. Nicht zuletzt als Vater des springbegabten Hirtentanz hat er sich als sehr positiver Vererber einen Namen gemacht. Fazit: Eine gelungene Veranstaltung in gepflegter Anlage ließ uns einen schönen Nachmittag verbringen.
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